Chur ist der Hauptort des schweizerischen Kantons Graubünden. Der Ort gilt als älteste Stadt der Schweiz und liegt an rechten Ufer des Rheins. Die Ausdehnung des Ortes erfolgte von der Altstadt aus nach außen. Bereits in der Jungsteinzeit haben hier Menschen gesiedelt, wie Ausgrabungen belegten. Auch die Römer hatten hier eine Ortschaft. Im 13. Jahrhundert umgab man den Ort mit einer Stadtmauer. Man lebt heute von Dienstleistungen, eine nennenswerte Industrie hat sich nie angesiedelt. Der Tourismus spielt eine nicht zu verachtende Rolle.
Das Bündner Kunstmuseum liegt in der Nähe des Stadtmittelpunktes, der durch den Postplatz hergestellt wird. Die Altstadt liegt zwischen diesem Platz und dem Fluss Plessur. Viele alte Zunft- und Bürgerhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sind erhalten geblieben. Die Kathedrale St Maria Himmelfahrt stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert und markiert das sogenannte Hofquartier, in dem auch das bischöfliche Schloss, das Haus Marsöl, die Martinskirche und das Buolsche Haus zu finden sind. Die Poststraße ist durch eine Fußgängerzone und zahlreiche Läden gekennzeichnet. Tradition kann man auf dem Churer Fes. erleben, in dessen Rahmen aus das alljährliche Alpenbart-Treffen stattfindet. Die Neustadt mit ihren Hochhäusern wirkt dagegen zweckmäßig.